
Mumien sind tote Menschen,Tiere oder einzelne Körperteile, die durch natürliche Umstände oder durch menschliche Behandlung erhalten wurden.
Diese Mumien liegen auch nicht immer in Grabkammern in Särgen. Es wurden auch Mumien in der freien Natur gefunden z. B. im Wüstensand oder im Eis.
Die Bezeichnung „Mumie" war früher eigentlich nur den ägyptischen Toten vorbehalten.
Der Name selbst stammt von dem arabischen Wort „Mumiga" für das natürlich gewonnene Erdpech. In Europa und Nordafrika glaubte man (bis ins 19.Jahrhundert hinein), dass es Heilkräfte habe.
Die alten Ägypter benutzten dieses Erdpech zur Erhaltung (Konservierung) ihrer Toten.

Dieser Brauch war eine Konsequenz des ägyptischen Totenglaubens wie er sich im alten Reich entwickelt hatte.
Die Ägypter glaubten an ein Weiterleben nach dem Tode und wollten durch die Mumifizierung den Körper erhalten. Nach dem Tode sollte der "Ka", ein Doppelgänger des Körpers, den Toten wieder zum Leben erwecken. Somit würde dann ein Weiterleben im Jenseits gesichert sein.
![]() |
Der Gott Anubis berührt die Mumie und schaut ihr in die Augen, um sie zu erwecken und ins Jenseits zu begleiten. |
Wer mumifizierte die Toten ?
Die Mumifizierer waren sehr gut ausgebildete Fachleute. Die Qualität der Mumifizierung hing aber auch davon ab, wieviel die Angehörigen zahlen konnten.
Die Arbeit der Mumifizierung:
Dauer
Die Mumifizierung dauerte 70 Tage. Die Austrocknung allein dauerte 40 Tage.
Ausweidung
Zuerst mußten die inneren Organe entfernt werden, denn sie verwesten am schnellsten.Dazu öffnete man die linke Seite des Toten und entfernte durch diesen Schnitt alle inneren Organe bis hinauf zum Hals. Nur das Herz blieb an seiner Stelle. Seit 1080 v.Chr. wurde auch das Gehirn herausgenommen. Dann wurden die leeren Körperhöhlen mit Wasser und Palmwein gründlich gereinigt.
Mumifizierung der Eingeweide
Sie erfolgte auf einem kleinen Eingeweidetisch nach denselben Methoden vollzogen wie die Mumifizierung des Körpers.
Dazu füllte und bedeckte man den ausgeweideten und gereinigten Leichnam mit trockenem Natron und ließ ihn so mehrere Wochen lang liegen. Während dieser Zeit verloren die Gewebe den Großteil ihres Wassers.
Zuletzt umwickelte man die Mumie mit harzgetränkten Leinenbinden. In die Binden legte man kleine Amulette zum Schutz des Toten.
Die entnommenen Organe wurden in Kanopen (Konservierungstöpfe) gelegt (zwischen 2000 bis 1000 v. Chr.).
Die Kanopen hatten Deckel auf denen die vier Söhne des Gottes Horus dargestellt waren.